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Osteopathie

Die Osteopathie ist ein ganzheitsmedizinischer Therapieansatz.


Ausgeschlossen von der Methode sind Infektionskrankheiten und Krebs.


Die Osteopathie ist die Lehre von Funktionsstörungen des Zusammenspiels von Nerv, Muskel  und Knochen unter Berücksichtigung psychosozialer Faktoren.


Die mittlerweile erlangten Kenntnisse in der Osteopathie erklären das kybernetische Modell Mensch.


Die Faszien umgeben sämtliche Muskeln, inneren Organe und das Nervensystem des Menschen. Nicht die Muskeln, sondern die Faszien erbringen die motorische Kraft. Die Faszien sind aber gleichzeitig als sensorische Antenne aufgebaut. Alle Signale, von innen und von außen, werden von den Faszien aufgenommen. Mit der einfachen bis zur zweieinhalbfachen Schallgeschwindigkeit werden die Signale über Nerven und Ionenkanäle zum Darm gesandt. Im Darm sind 1 Billion Biome. Auf die ankommenden Signale reagieren die Biome mit der Bildung von Neurotransmittern. In der Hauptsache sind es die Botenstoffe Adrenalin, Noradrenalin, Gabapentin, Oxybutin und Serotonin, die Darmwand programmieren. Über 1 Million Nervenzellen leiten die programmierte Botschaft zum Rückenmark. 80 % aller Antworten erfolgen bereits im Rückenmark, ohne dass wir etwas davon bemerken. Es ist also ein geschlossener Regelkreis. 15 % der Botschaften gelangen in das Stammhirn und müssen zunächst die Amygdala passieren. Die Entscheidung über Nichtgefahr oder Gefahr wird hier getroffen. Bei Nichtgefahr wird der ummantelte Nervus Vagus aktiviert und es tritt eine allgemeine, wohl tuende Entspannung ein. Die Muskeln sind locker, die inneren Organe arbeiten harmonisch, der Mensch fühlt sich wohl.

Erkennen die Faszien Gefahr, wird über den Nervus Sympathikus Flucht oder Kampf eingeleitet. Die Muskeln werden angespannt, das Herz schlägt schneller und die Atemfrequenz erhöht sich. Auch die Organe des Bauchraumes ändern ihre Funktion.

Erkennen die Faszien eine übergroße Gefahr, die nicht zu bewältigen ist (der Säbelzahntiger), wird auf den nicht ummantelten Nervus Vagus umgeschaltet. Jetzt wird der Energieverbrauch des Menschen auf ein Minimum heruntergefahren. Eigentlich ist das ein lebenserhaltender Energiesparmodus, den wir aber emotional als unangenehm empfinden. Arbeiten, die wir normalerweise in 1 h erledigen, schaffen wir auch in 8 h nicht. Das Burn-Out-Syndrom ist geboren.

Bleiben noch die letzten 5 % der Reize. Die werden von unserem Verstand bearbeitet, was dessen Wichtigkeit zeigt. Nicht umsonst hat der große Psychiater C.G. Jung schon vor 80 Jahren gesagt:" der Verstand ist der Satan des Gehirns.“

Ein großes Problem unserer Zeit ist, dass immer mehr Menschen verkopft sind. Sie hören nicht mehr auf ihr Herz oder das Bauchgefühl.










Der Therapieansatz der Osteopathie sollte also nicht in der reinen Anwendung von Grifftechniken liegen, sondern sowohl den Darm und damit die Ernährung mit einschließen, als auch die Bioenergie des Menschen fördern. Mangelnde Bioenergie sind die fünf Bleischuhe: mangelndes Selbstwertgefühl, negative Gedanken, wenig Spaß an der Freude, zu viel Angst und zu viel  Schuldgefühle.


Zum Nachdenken, ein paar Beispiele:


  • Die Intuition des Mathematikers kommt über die Faszien.

  • Der Weingeschmack des Sommeliers geht über die Faszien.

  • Empathie funktioniert über die Faszien.

  • Es gibt sogar eine nachweisbare Aura des Menschen.


Als ich mit diesen Tatsachen vor ein paar Jahren konfrontiert wurde, hatte ich auch zunächst einmal ein etwas komisches Gefühl.



Dr. med. Rainer Schaffstein D.O.(DAAO-EROP)